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Pure Poetry

1. Mai 2006 – 15:13 von Cobernuss

Seit Wochen und Monaten versuchen Publikationsorgane jedweder Couleur die nahende Fußball-WM aus Platzgründen in ihren Kulturteil/Feuilleton/Bahnhofsplakatwand zu zwängen, indem sie wiederum Künstler/Schriftsteller/Scharlatane mit der Beauftragung zur Schaffung fußballerischer Gedichte und Glossen, Elfchen und Elaborate, Kurzgedichte und Kolumnen bedenken. Keinem gelingt dies.

Denn Fußball und Verse lassen sich augenscheinlich eben nur verbinden, wenn die Verse zur Ferse werden. Kein Künstler dieser Welt wäre zu solch einem schelmischen Faux-pas in der Lage. Wirklich keiner? wenn der Künstler jetzt kein Wortkünstler sondern einem Ballkünstler gleich wäre, gleichsam befreit von orthographischen wie grammatikalischen Zwängen, so könnte das Experiment doch schlussendlich noch gelingen. Der große Wurf gelingt wieder einmal unseren Redmonder Freunden, genauer gesagt der deutschen Abteilung msn.

Einem Husarenstreich gleich haben sie den Einer der Ideen, den Heiland der Neuzeit unter Vertrag genommen, der hier ganz unverblümt aus dem Torkästchen plaudert und dabei grafisch erscheint, wie einer von uns, auch nur ein kleines Zahnrad im Redmonder Uhrwerk:  Kevin Kuranyi

Hurra Fußball! Hurra Deutschland! Es lebe 2006!

“Auf dem Hinflug bin ich neben meinem Freund Lincoln gesessen. Wir haben vom Fußballstress einmal vollkommen abschalten können, über unseren strengen Glauben zu Gott gesprochen. Wie ihr sicherlich schon wisst, sind vor allem wir Brasilianer sehr gläubige Menschen.
 
Lincoln hat mir gesagt, dass er bei vielen Spielen sogar ein weißes Unterhemd unter dem Schalke-Trikot mit der Aufschrift Jesus trägt. Auch ich glaube an Gott, bete sehr oft. Vor jedem Einschlafen, sogar kurz bevor es durch den Spielertunnel in die Arenen hinausgeht, bete ich zu Gott.”

Mehr davon

  1. Ein Kommentar to “Pure Poetry”

  2. Armer Kevin! Raus aus der Band!

    Verzapft von Kelhim am 17. Mai 2006 um 00:18 Uhr

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